Der Schrottplatz und seine Bedeutung für unsere Umwelt

Die Begriffe Schrott und Altmetall haben immer noch eine negative Bedeutung und auch in den Wörterbüchern wird dies als unbrauchbares Material bezeichnet. Beim Recycling gibt es heute allerdings kaum noch etwas unbrauchbares, denn bei der Autoverschrottung werden hieraus neue Rohstoffe gewonnen.

 

Der Schrottplatz München zeigt eindrucksvoll, welches Potential noch in alten Fahrzeugen steckt und das Kfz-Recycling heute wertvoller ist denn je. Schrott ist extrem wertvoll geworden und für die Wirtschaft besonders wichtig. Die Rückgewinnung der Wertstoffe ist in der Regel günstiger als die Ersterstellung und es fällt deutlich weniger CO2 an. Schrott eignet sich besonders gut für die Kreislaufwirtschaft, da sich Metalle wie Blei, Messing, Aluminium oder Zink recht verlustfrei wieder aufbereiten lassen. Noch mehr Potential bietet hier der Elektroschrott.

Probleme bei der Aufbereitung

Kompliziert ist das Recycling allerdings bei Geräten, in denen Kunststoffteile verarbeitet wurden. Diese lassen sich im Gegensatz zu Altpapier oder Edelstahl nur schwer recyceln. Dafür gewinnt das Recyceln von Kupfer einen immer höheren Stellenwert in Deutschland. Dies liegt auch an den gestiegenen Preisen für diesen Rohstoff. Zudem lässt sich Kupfer nach seiner Aufbereitung kaum nach vom ursprünglichen Rohstoff unterscheiden. Hiervon werden große Mengen in der Elektro- und Bauindustrie verwendet. Zum Einsatz kommt Kupfer als Strom- oder Wärmeleiter.

 

Auch Aluminium kann quasi ohne Verluste wiederaufbereitet werden. Von den 1,3 Millionen Tonnen die jährlich verarbeitet werden, stammen ca. 800.000 Tonnen aus dem Recycling. Der Bedarf in der gesamten EU ist deutlich höher und der Rücklauf funktioniert dank dem Schrotthandel ausgezeichnet. Aluminium hat den Vorteil wie Kupfer, dass es auch nach der Wiederverarbeitung seine Eigenschaften behalten kann und dies verlustfrei. Dadurch bleibt natürlich auch der Wert erhalten und es ist ein großer Anreiz, diese Rohstoffe zu sammeln und später wieder aufzubereiten.

Immer mehr Elektroschrott

Leider hat in den letzten Jahren auch der Elektroschrott immer weiter zugenommen und auch die Bestandteile alter Handys, Waschmaschinen oder Computer müssen zurückgewonnen werden. Das liegt an der kürzeren Lebensdauer und an dem Punkt, dass in kürzester Zeit immer neue Modelle auf den Markt kommen. Dies gilt besonders für Smartphones, Tablets und PCs.

 

Zu den wichtigen Bestandteilen die aus dem Elektroschrott gewonnen werden können, gehört auch Erden. Diese finden sich oft in IT-Geräten und galten lange Zeit als nicht recycelbar. Auch heute bereitet die Aufbereitung noch große Probleme und es wird nach Lösungen gesucht, da der Bedarf immer weiter ansteigt. Problematisch ist hier, dass dass hier oft nur Milligramm zurückgewonnen werden kann.

 

Noch schwerer zu recyceln sind Kunststoffe, die auf Erdölbasis gefertigt wurden. Bilden diese aber keine Verbundstoffe zu anderen Materialien, können Sie verbrannt oder zu anderen Produkten aufgearbeitet werden. Teile davon gehen geschreddert aber auch in die Textilindustrie.

Fazit

Metall, Schrott oder Abfall ist heute nicht mehr negativ zu bewerten, sondern ein wichtiger Bestandteil der Kreislaufwirtschaft. Nie war es wichtiger, Metalle oder andere Stoffe zurückzugewinnen und wiederzuverwenden. Eine besonders komplizierte Aufgabe für die Schrottabholung und die Verwerter in Deutschland, die nun meist zu Recyclingbetrieben umfunktioniert wurden.